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Im Rechtsstreit zwischen dem Verkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommern und den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte zur  Südbahn hat das Verwaltungsgericht Schwerin nach mehrstündiger Verhandlung die Klagen der Landkreise abgewiesen. Das teilt die Kreisverwaltung Seenplatte mit.

Inhaltlich ging es darum, ob das Land einseitig die schienengebundene Personenbeförderung auf der Strecke von Parchim über Lübz nach Malchow abbestellen und gleichzeitig die Landkreise verpflichten kann, die Beförderung nun im Busverkehr sicher zu stellen.  Ein wesentlicher Streitpunkt war die Frage, wie das Land die Kreise bei einer beabsichtigten Schließung von Bahnlinien vorher einbinden muss.

Das Verkehrsministerium hatte sich bei der Abbestellung im Dezember 2014 auf eine zu schwache Auslastung der Südbahn berufen. Die Bürgerinitiative „Pro Schiene“ kämpft für die Wiederbelebung und befürchtet weitere Stilllegungen. Die Aktivisten hatten im vergangenen Sommer an den Landtag 17 000 Unterschriften für die Wiederaufnahme des Schienenverkehrs übergeben. Sobald die Urteilsbegründung vorliegt, wollen die Landkreise abstimmen, wie sie weiter verfahren.

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