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Schwer erkältet, und dann auch noch das neblige Graue da draußen vor dem Fenster. Irgendwie schleicht unsereins die Tristesse an. Aber ein gutes Essen hält ja bekanntlich Leib und Seele zusammen. Es darf nur nicht aufwändig sein, dazu sind die Knie zu wacklig. Farbe muss auf den Teller, und die chinesische Küche ist dafür wie geschaffen. Ohne Quatsch, nach dem scharfen Kohl mit Schweinefleisch ging es uns gleich besser.

Ich hatte 600 Gramm Schnitzelfleisch erstanden und es in ganz dünne Streifen geschnitten. Die habe ich dann in der Wok-Pfanne in zwei Esslöffeln Olivenöl bei maximaler Hitze drei, vier Minuten unter ständigem Rühren gebraten und herausgenommen.

Jetzt ein Kilo Chinakohl in Streifen, drei Möhren und drei Stangen Sellerie in Stifte, drei Zehen Knoblauch in Scheibchen und ein Bund Frühlingszwiebeln in Röllchen schneiden, das Grün aufheben. Kohl, Möhren und Sellerie in den Wok geben und zwei Minuten bei starker Hitze unter Rühren anbraten. Knoblauch dazu, eine weitere Minute braten. Dann dürfen sich die Zwiebelröllchen noch eine Minute ins Gewühl stürzen. Nun das Fleisch wieder dazugeben.

Das Ganze wird mit zwei Esslöffeln Sojasauce und zwei bis drei Teelöffeln Sambal oelek sowie Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Zum Schluss noch ein bisschen Zwiebelgrün über das Essen. Alles ganz simpel. Und während das knackig gebliebene Gemüse zwischen den Zähnen schnurpst und die Schärfe für Wärme im Körper sorgt, schleicht sich die Tristesse leise weinend davon. Qǐng xiǎngyòng!

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