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Der Ball von Fatjon Celani, links neben Mehmedaliya Covic, landete in der Schlussoffensive nur an der Latte.

Der Ball von Fatjon Celani, links neben Mehmedalija Covic und Matthias Zeugner, landete in der Schlussoffensive nur an der Latte.

Die Regionalligisten der TSG Neustrelitz haben sich im Harbigstadion der Residenzstadt von Budissa Bautzen 0:0 getrennt. Das Spiel war gerade gut zehn Minuten alt, als Solomon Okoronkwo auf Seiten der Platzherren die Rote Karte sah. Schiedsrichter Henry Müller aus Cottbus, der mit mehreren grenzwertigen Entscheidungen auftrat bzw. keine fällte, wo es nötig gewesen wäre, will eine Tätlichkeit gesehen haben.

Eine ganz bittere Pille für die TSG, die in den trickreichen nigerianischen Offensivspieler im Kampf gegen den Abstieg große Hoffnungen setzt. Der Verband muss sich die Frage gefallen lassen, wie man zu einem Spiel der Bautzener einen Cottbuser Referee ansetzen kann. Das hat von vornherein zumindest einen unangenehmen Beigeschmack.

Luigi Campagna (hinten links) und Fatjon Celani harmonieren gut miteinander.

Luigi Campagna (hinten links) und Fatjon Celani harmonieren gut miteinander.

Trotzdem haben sich die Neustrelitzer nicht versteckt und auch in Unterzahl vor allem in der zweiten Halbzeit viel Druck nach vorn aufgebaut. Aber Fortuna war einfach nicht auf Seiten des Tabellenschlusslichtes. Der unermüdlich rackernde  Luigi Campagna nahm bei Distanzschüssen drei Mal Maß. Sein erster Knaller landete kurz vor dem Pausenpfiff am Pfosten des Bautzener Kastens, ein zweiter Gewaltschuss unmittelbar nach dem Seitenwechsel strich nur knapp am Dreiangel vorbei. Und ein direkt geschossener Freistoß von Campagna in der 67. Minute endete in den Armen des gegnerischen Keepers.

Die größte Chance, das Spiel für die Elf von Coach Achim Hollerieth zu entscheiden, aber hatte der viel gefoulte Fatjon Celani in der Schlussoffensive. Das leere Tor vor sich, köpfte er den Ball gegen die Latte, den Abpraller kratzte der Budissa-Torwart von der Linie. Auch TSG-Kapitän René Pütt mit wieder einer sehr guten Leistung zog zwei Mal aussichtsreich ab, das Ergebnis siehe oben. Hingegen kamen die Oberlausitzer zu keiner nennenswerten Tormöglichkeit. Die TSG-Abwehr, überzeugend dirigiert vom neuen Schlussmann der Neustrelitzer Felix Junghan, stand sicher.

Das Schlusswort habe ich heute Stadionsprecher Arko Mühlenberg eingeräumt, dem erst einmal die Worte fehlten, bevor er sie dann doch noch fand. „Wenn man unten drin steht, braucht man auf Glück nicht zu hoffen. Nur Kampf kann die Situation ändern, und den haben wir heute in beeindruckender Manier gesehen. Auch mit einem Mann weniger waren wir die beherrschende Mannschaft. Das muss anerkannt werden.“

Am kommenden Mittwoch spielen die Neustrelitzer Kicker beim MSV Pampow im Landespokal, bevor es am kommenden Sonntag zum FC Carl Zeiss Jena geht.

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