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Die Theater-Publikums-Initiative hat bereits in Schwerin für eine bessere Lösung zum Theaterstandort demonstriert. Foto: TPI

Die Theateraktivisten der Region wollen sich in einem Brief an Ministerpräsident Erwin Sellering und Kultusministerin Birgit Hesse (beide SPD) wenden. In dem Schreiben soll der Wunsch nach einer besseren Lösung für den Theaterstandort Neustrelitz/Neubrandenburg artikuliert werden, als bislang mit dem sogenannten Staatstheater Nordost vorgesehen. Darin waren sich die beteiligten Initiativen bei der Gesprächsrunde am vergangenen Montag im Landestheater Neustrelitz mit Bürgermeister Andreas Grund und Landrat Heiko Kärger (CDU) sowie Neubrandenburgs Stadtpräsidentin Irina Parlow (Die Linke) einig, wie mir Isabella Peukes von der Theater-Publikums-Initiative (TPI) heute mitteilte.

Auch Intendant Joachim Kümmritz hatte an der Gesprächsrunde (Strelitzius berichtete) teilgenommen. Gerlinde Marquart von der TPI hatte den Vorschlag gemacht, sich an die Landesregierung zu wenden. Die breite Beteiligung an dem Termin zeige, „wie sehr die Zukunft des Theaters den Menschen am Herzen liegt und sie bewegt“, so die Wesenbergerin Isabella Peukes. Allerdings hätten Stadt- und Landkreisvertreter auch unmissverständlich klargemacht, welchen finanziellen Zwängen sie unterliegen und wie gering die eigenen Handlungsmöglichkeiten seien.

In der Diskussion überwog die Kritik an der Theaterreform. Mehrfach wurde Unverständnis über das bisherige Vorgehen der Entscheidungsträger geäußert. Der allgemeine Zweifel daran, dass die Theaterfusion die vorhergesagten positiven Ergebnisse tatsächlich erfüllen werde, war unüberhörbar. Die Aussage aus dem Publikum heraus „Niemand kann vor der Fusion sagen, was die fusionierten Theater später kosten werden“, sei von keinem der anwesenden Vertreter aus dem politischen Raum bestritten worden, berichtet Isabella Peukes. Beim jüngsten Besuch von TPI-Vertretern Ende Februar bei Birgit Hesse sei sogar gesagt worden, dass die Kosten nicht mehr unbedingt vorrangig seien.

Mehr Transparenz statt Stillschweigen

Die TPI nutzte den Termin am Montag, um mehr Transparenz zum Stand der Verhandlungen zur Theaterfusion einzufordern. Bürgermeister Andreas Grund verwies im Gegenzug auf die Verpflichtung, Stillschweigen zu bewahren. Das sei mit der Zielvereinbarung so beschlossen worden. Diese Verpflichtung könne nur gemeinsam mit dem Land aufgehoben werden.

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