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Jan-Ove Edeling (in Blau) hatte den Führungstreffer auf dem Fuß, aber nicht den Mut zum Abschluss.

Es ist nur noch zum Heulen! Die TSG Neustrelitz verliert ihr Heimspiel gegen Union Fürstenwalde vor 600 maßlos enttäuschten Zuschauern jämmerlich mit 0:1 (0:0). Das Tor für die in der zweiten Halbzeit immer stärker werden Gäste fiel in der 87. Minute. Da wurde die ansonsten gut stehende Neustrelitzer Abwehr in einem Moment der Schwäche förmlich überrannt. Ein für Keeper Felix Junghan unhaltbarer Flachschuss ins lange Eck besiegelte das Schicksal der Platzherren.

Konnten der Mannschaft nicht helfen: Solomon Okoronkwo (vorn) und Mehmedalija Covic saßen ihre Karten ab.

Die erste Hälfte gehörte den Mannen von Trainer Achim Hollerieth, wobei schon da an der Strafraumgrenze der Unioner regelmäßig Feierabend war. Die größte, und eigentlich auch einzige Chance zum Treffer für die TSG in 90 Minuten hatte Jan-Ove Edeling, der kurz vor dem Pausenpfiff frei vor dem Tor nicht den Mut zum eigenen Schuss hatte. Statt dessen spielte er noch einmal quer und versorgte die gegnerische Abwehr. Kurz zuvor war es auch Edeling, der gleich zwei Mal für seinen geschlagenen Torwart auf der Linie rettete. Sonst wären die Residenzstädter bereits in der ersten Hälfte trotz Überlegenheit in Rückstand geraten. Was zu dem Zeitpunkt nicht gerechtfertigt gewesen wäre.

Nach der Pause wurden die Fürstenwalder offensiver, machten auf, ohne dass es die Neustrelitzer verstanden, daraus mit Kontern Kapital zu schlagen. Die Zuschauer sahen einen  Schlagabtausch zwischen den Strafräumen, ohne dass beide Keeper wirklich zu tun bekamen, mit dem letztlich besseren Ende für die Gastelf. Was sie sich wohl auch verdient hatte. Unverständlich, warum der TSG-Trainer nicht spätestens in der letzten Viertelstunde frische Spieler aufs Feld brachte. Ob die allerdings das Blatt gewendet hätten, steht in den Sternen. Den Versuch wäre es wert gewesen

Das letzte Wort hat Strelitzius heute mal wieder TSG-Sponsor Thomas Splett überlassen. „Die erste Halbzeit berechtigte zu Hoffnungen, wir waren die eindeutig bessere Mannschaft auf dem Platz. Als die Fürstenwalder dann taktisch umgestellt aus der Kabine kamen, hätten auch wir reagieren müssen. Wir haben aber kein Mittel nach vorn gefunden. Und warum der Coach nicht ausgewechselt hat, ist mir schleierhaft“, kritisierte der Wesenberger Bauunternehmer. Am kommenden Freitag tritt die TSG in Babelsberg an.

Die Fans der TSG haben in dieser finsteren Saison viel zu verkraften.

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