Schlagwörter

, , ,

Da lachen ja die Hühner! Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat seine gestern angekündigten Maßnahmen zur Lockerung der Stallpflicht für Geflügel (Strelitzius berichtete) heute zurücknehmen müssen. Offensichtlich war der Schritt in Schwerin nicht auf Gegenliebe gestoßen. Zugleich räumt die Veterinärbehörde ein, mit hunderten Einzelfallprüfungen personell überfordert zu sein.

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, seien nach der Bekanntmachung des Landwirtschaftsministerium, dass von den Landkreisen Ausnahmen von der Stallpflicht für Geflügel erteilt werden können, hunderte Anrufe und Emails mit Anträgen zur Erteilung von Ausnahmegenehmigungen im kreislichen Veterinäramt eingegangen.

„Da eine Einzelbewertung eines jeden Antrags verwaltungstechnisch so gut wie unmöglich ist, hatte sich der Landkreis entschieden, die Einzelanträge zusammenzufassen und regionale Risikobewertungen vorzunehmen. Diesem Vorgehen, das rechtlich den Möglichkeiten der Geflügelpestverordnung entspricht, ist das zuständige Ministerium unter Minister Till Backhaus vehement entgegengetreten“, heißt es.

„Trotz der Argumente, Erwartungshaltung und dem tatsächlichen Handeln der Tierhalter wurde dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verboten, wie angekündigt zu verfahren. Deshalb werden nunmehr Anträge der Geflügelhalter entgegengenommen und einzeln im Veterinäramt bearbeitet“, so die Kreisverwaltung. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gibt es etwa 11 000 Geflügelhalter.

Advertisements