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Da man ja nicht weiß, wie lange die Vogelgrippe dauert und wohin sich die Eierversorgungslage noch entwickelt, habe ich kurzerhand ein Gemüse-Omelett auf den Speiseplan gesetzt. Acht ganz wundervolle Hühnerprodukte aus Wustrow wurden von mir schon drei Stunden vor dem Mittagessen aus dem Kühlschrank genommen und auf Raumtemperatur gebracht.

Dann habe ich 250 Gramm Champignons in dünne Scheiben und drei Lauchzwiebeln komplett, also Weiß und Grün, in Röllchen geschnitten. Der Inhalt einer kleinen Dose Mais ist zum Abtropfen in ein Sieb gewandert, drei mittelgroße Tomaten habe ich gewürfelt, das Gleiche mit 250 Gramm Kochschinken getan. Schließlich wurden noch eine grüne Peperoni und drei Knoblauchzehen gehackt.

Die Eier habe ich in eine Schüssel geschlagen und mit dem Schneebesen ordentlich verquirlt sowie kräftig mit Salz und Pfeffer gewürzt. Jetzt wird es kompliziert, und ich gestehe, bis heute nicht die optimale Variante des Eierstockens herausgefunden zu haben. Aus der Fachliteratur ist nur zu erfahren, dass sich beschichtete und Gusspfannen gut eignen, habe ich beides, der Erfolg ist bescheiden.

Zu hoch sollte die Pfanne nicht gefüllt sein, weil die schwache Wärme bis nach oben durchsteigen muss. Zum Zweck der Wärmehaltung setze ich ohnehin einen Deckel auf. Andere Quellen empfehlen, das Omelett in den Ofen zu schieben, was natürlich eine ofenfeste Pfanne erfordert. Habe ich auch schon praktiziert. Dann gibt es noch Künstler, die wenden das Omelett, indem sie einen großen Teller über die Pfanne stülpen und die dann drehen, bevor es retour vom Teller in die Pfanne geht. Die Nummer habe ich mir noch nicht zugetraut. Am Ende muss gesagt werden, es ist und bleibt – zumindest bei mir – ein Geduldsspiel.

In den Keller ging es diesmal nicht

Drei bis vier Esslöffel Öl in die Pfanne, zuerst Knoblauch und Peperoni anbraten, dann nach und nach die anderen Zutaten kurz garen. Jetzt die Eiermasse gleichmäßig darüber geben, die Hitze auf schwach herunterregeln und Deckel aufsetzen. Immer mal die Pfanne bewegen, damit das Omelett nicht ansetzt. Bei mir waren es diesmal um die 45 Minuten, dann konnte ich das Essen auf den Tisch bringen. Ein paar Spritzer Worcestersauce oben drüber verfeinern die Eierspeise noch.

Ganz prima gestockt ist das Omelett nach einer Nacht Restedasein im Keller, wie ich aus der Vergangenheit weiß. Dazu hatte es diesmal keine Chance. Töchting aus Hamburg war da und wir haben alles im ersten Anlauf verputzt. Ich wünsche gutes Gelingen und nehme gern Tipps und Tricks in Sachen Omelett entgegen. Mein Blog- und Kochfreund Dirk aus Neubrandenburg wird sich ja vielleicht melden. Der hat eigentlich immer eine Anregung auf Lager.

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