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Mein heutiger Gaststättentipp führt ein ganzes Stück weg von Strelitzer Gefilden, genauer geschrieben, bis nach Hamburg mitten auf die Reeperbahn. Viele meiner Leser haben ja Kinder in der Hansestadt, die regelmäßig besucht werden, oder gönnen sich zwecks Shopping und Sightseeing Kurztrips in die Elbmetropole. Vielleicht ist das „Piceno“ in der Hein-Hoyer-Straße 8, der neue In-Italiener auf Sankt Pauli, dann genau die richtige Adresse, um Hunger und Durst zu stillen.

Mit ein bisschen Glück trifft man in der Kneipe, die nicht gerade mit schöner Einrichtung, aber dafür mit exzellentem Service und einfacher, aber authentischer Küche zu bezahlbaren Preisen punktet, auch einen Promi. Immerhin hat die lokale Presse herausgefunden, dass hier schon Claudia Schiffer und Helge Schneider zu Stuhle gekommen sind. Die Kneipe von Rinaldo Alfonsi und Frau Pia, die über die Küche herrscht, ist ständig ausgebucht. Es empfiehlt sich also, unter Telefon 040 310477 vorzubestellen. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 17 bis 1 Uhr.

Ich war mit Mirower und Wesenberger Schauspielkollegen vor dem Besuch des Schmidt Theaters (Strelitzius berichtete) dort und mit Minestra vorneweg, Schwertfisch dazwischen und Tiramisu hinterher sehr zufrieden. Auch zwei Grappa behalte ich in guter Erinnerung. Vor allem aber hat die Bedienung einen bleibenden Eindruck hinterlassen, die eine gehörige Portion italienisches Temperament gratis mit an den Tisch brachte.

Weitere optische Eindrücke sind eher schwer zu gewinnen, denn im „Piceno“ sitzt man so gut wie Schulter an Schulter. Mein Blick geradeaus fiel auf ein überdimensionales Graffito, mit dem der Kneiper seine Verbundenheit mit Juventus Turin demonstriert, und eine uralte Vespa für Bella Italia. Das war es dann auch schon mit den Schmuckelementen. Noch ein Hinweis für Landeier: Beilagen zum Essen bestellt man im „Piceno“ extra. Sonst sitzt man womöglich vor einem blanken Steak. Ich will hier keine Namen nennen.

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