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Die Stadtvertretung Neustrelitz hat den Bürgermeister beauftragt, bis zum 30. April Alternativen zum sogenannten Staatstheater Nordost prüfen zu lassen. Die entsprechende Vorlage hatte das Präsidium der Vertretung mit Christoph Poland (CDU) an der Spitze eingebracht. Alternativen wären die Fortsetzung der Theater und Orchester GmbH (TOG) in der bisherigen Gesellschaftsform oder aber ein Theater in alleiniger Trägerschaft der Stadt Neustrelitz.

Bei der Ermittlung der erforderlichen Budgets solle sich der Bürgermeister nötigenfalls auf das Auskunftsrecht gegenüber der Geschäftsführung der TOG berufen, das der Stadt als Gesellschafter zusteht. Neben dem finanziellen Aufwand möchten die Abgeordneten auch „beispielhafte Betriebskonzepte“ beleuchtete sehen, die einen Vorschlag zu Zahl und Umfang der produzierenden Sparten enthalten.

Das von der Landesregierung im Rahmen der Theaterreform favorisierte Staatsheater Nordost, das auf einer Fusion der Theaterstandorte Neubrandenburg/Neustrelitz und Stralsund/Greifswald fußt, ist von Beginn an auf Widerstand gestoßen (Strelitzius berichtete). Ursprünglich sollte die Fusion zum 1. Januar 2018 vollzogen werden. Inzwischen wird der Beginn der Spielzeit 2018/19 gehandelt, wobei auch diesen Termin Insider für nicht realistisch halten.

Die Fusion ist Schwerins Bedingung dafür, dass das Land den Kommunen bei der Theaterförderung stärker unter die Arme greift. Es gibt auch genügend Stimmen, darunter Landrat Heiko Kärger (CDU), die Alleingänge wegen der schwierigen Haushaltslage der Kommunen für nicht praktikabel halten. Kärger beispielsweise hat in diesem Fall eine Insolvenz der TOG prognostiziert.

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