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Ein 52-jähriger Neubrandenburger ist offensichtlich unverschuldet in die sozialen Netzwerke geraten und zur Zielscheibe geworden, nachdem er Kindern das Spielen mit seinem Hund erlaubt hatte. Besorgte Eltern von Grundschülern warnen im Internet mit Foto vor dem Mann mit dem Hund.

Durch die Beamten des Kriminalkommissariats Neubrandenburg wurden
umfangreiche Ermittlungen durchgeführt. Im Ergebnis dessen haben sich keine Anhaltspunkte für eine Straftat oder ein anzügliches Verhalten ergeben. Nach bisherigem Ermittlungsstand wollte der 52-Jährige zwei Mädchen tatsächlich lediglich das Spielen mit dem Hund ermöglichen. Der Hundebesitzer wurde durch die Beamten darauf hingewiesen, sich in solchen Situationen zurückhaltender zu verhalten. Er hatte einer der beiden Neunjährigen einen Zettel mit seiner Telefonnummer und seiner Anschrift mitgegeben, falls das Kind mal wieder mit dem Vierbeiner spielen wolle.

„Wir als Polizei können das Verhalten der Eltern in diesem Fall nicht gut heißen. Natürlich sollen Eltern ihre Kinder sensibilisieren. ‚Gehe nicht mit Fremden mit!‘ ist ein Thema, was immer präsent ist und auch in unserer präventiven polizeilichen Arbeit in den Kindertagesstätten und Grundschulen eine große Rolle spielt“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Gleichzeitig warnen wir aber vor derartigen Verbreitungen von Vorurteilen über die sozialen Netzwerke, da zum einen die Persönlichkeitsrechte verletzt und zum anderen der Betroffene verunglimpft werden könnte.“

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