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Solomon Okoronkwo (Zweiter von links) sorgte für den genialen Pass zum 1:0, blieb aber ansonsten unter den Erwartungen.

Nach einer skandalträchtigen Schiedsrichterleistung heute Abend im Neustrelitzer Parkstadion zu Ungunsten des Gastgebers TSG hieß es am Ende der Partie gegen den ZFC Meuselwitz 2:2 (2:1). Zwei von Referee Felix Burghardt (Premnitz) gegen unsere Elf verhängte Elfmeter brachten das Hollerieth-Team um den verdienten Lohn. War der erste Strafstoß mit viel Augenzudrücken noch als kann, aber muss nicht zu bewerten, so war der zweite eine klare Fehlentscheidung. Angeblich will der Mann in Schwarz ein Handspiel von Mehmeladija Covic gesehen haben.

Endgültig diskreditierte sich der Schiedsrichter, als er ein Foul gegen die TSG an der Strafraumgrenze in der zweiten Hälfte nicht pfiff, obwohl der Linienrichter dieses anzeigte. Burghardt ließ weiter spielen, und fast wären die aufgerückten Hausherren im Gegenzug auch noch um den einen Zähler gebracht worden. Ein gellendes Pfeifkonzert und „Schieber“-Rufe der rund 500 Zuschauer begleiteten den „Unparteiischen“ in die Kabine.

Die TSG hatte sich in der ersten Hälfte schnell die Platzhoheit erkämpft und war nach einem genialen Hackentrick von Solomon Okoronkwo in der 24. Minute durch Jan-Ove Edeling in Führung gegangen. Nur drei Minuten später zog Kapitän René Pütt von der Strafraumgrenze ab, und das Leder zappelte im Dreiangel. In der 38. Minute dann der erste Strafstoß nach einem unübersichtlichen Gerangel im TSG-Strafraum.

Alexander Schmitt am Ball setzte sich immer wieder über den rechten Flügel durch, ohne aber den maßgerechten Pass vor das Tor der Meuselwitzer spielen zu können.

Sofort nach dem Treffer bekamen die Gäste Oberwasser, und es war TSG-Keeper Felix Junghan zu danken, dass er mit gleich zwei tollen Paraden seine Mannschaft in Führung hielt. Auch nach dem Seitenwechsel war der Neustrelitzer Schlussmann hellwach und musste zusehen, wie Edeling und Okoronkwo auf der anderen Seite zwei gute Chancen vergaben. Die TSG muss sich ankreiden lassen, danach zu keinen weiteren Möglichkeiten gekommen zu sein. Vorn läuft einfach zu wenig. Eine geruhsame zweite Hälfte für Steven Braunsdorf im Tor der Meuselwitzer, der in der vergangenen Saison noch bei der TSG Neustrelitz im Kasten gestanden hatte.

Präsident Runge: „Unsere Mannschaft lebt und kämpft“

Einwechselungen von Taira Tomita für Edeling und Mustafa Zazai für den einmal mehr blassen Fatjon Celani brachten nicht die erhoffte Wende für die unermüdlich ackernden Residenzstädter. Schiedsrichter Burghardt blieb sich bis zum Schluss treu und pfiff die Begegnung pünktlich ab, obwohl drei bis vier Minuten Nachspielzeit mehr als angebracht gewesen wären.

Das letzte Wort habe ich heute TSG-Präsident Hauke Runge gegeben, der wie versteinert noch Minuten nach dem Ende auf der Tribüne verharrte. „Unser Team hat toll gekämpft und bewiesen, dass es lebt. Ich freue mich auch über die Fans, die in diesen schweren Zeiten zu uns halten und hoffe, dass die Zuschauer wiederkommen. Über die Leistung des Schiedsrichters möge sich jeder selbst sein Urteil bilden.“

Am kommenden Wochenende hat die TSG spielfrei, da sie frühzeitig aus dem Landespokal ausgeschieden ist. Zeit also, um die Wunden zu lecken, ehe es am Sonntag, den 2. April, auswärts gegen den Berliner AK geht. Zuvor steigt am kommenden Mittwoch noch die Nachholbegegnung in Auerbach.

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