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Xhelal (links) und Raed fühlen sich auf dem Campus wohl. Foto: LRA

Der Campus „Leben und Lernen“ in Neubrandenburg erweist sich offensichtlich als Erfolgsmodell. Die Anfang 2016 gegündete Einrichtung des Landkreises zur Betreuung, Ausbildung und Integration minderjähriger unbegleiteter Ausländer ist jetzt von der Integrationsbeauftragten des Landes Dagmar Kaselitz besucht worden. Die habe sich sehr beeindruckt gezeigt, wie einer Pressemeldung der Kreisverwaltung zu entnehmen ist.

Sozialdezernent Michael Löffler hatte zu dem Termin Vertreter der drei beteiligten Träger der Einrichtung – AWO Stadtverband, AWO Vielfalt und Arbeitersamariterbund – und Vertreter der Beruflichen Schule, des Jugendamtes sowie weitere Netzwerkpartner eingeladen. „Entgegen einiger anfänglicher Bedenken zum Campus können wir eine positive Bilanz ziehen“, so der Dezernent. Die Berufliche Schule ist sozusagen vor der Haustür. Die jungen Ausländer können direkt am gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben der anderen Auszubildenden teilnehmen. So lernen sie sehr schnell die Tagesstrukturen und finden Kontakte zu einheimischen Gleichaltrigen.

Vor allem sind sie sehr motiviert, berichteten die Betreuer. Alle werden eine Berufsreife erlangen können, einige besuchen inzwischen auch gymnasiale Schulen der Stadt Neubrandenburg. Zurzeit werden im AWO Stadtverband 14, in der AWO Vielfalt 12 und im Arbeitersamariterbund 17 Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten, wie beispielsweise aus Syrien, Gambia, Afghanistan, Sierra Leone betreut.

Junge Leute sprechen mit der Integrationsbeauftragten

Die Integrationsbeauftragte freute sich besonders darüber, dass zwei Siebzehnjährige aus Syrien und Albanien an der Gesprächsrunde teilnahmen. Xhelal aus Albanien strebt eine Ausbildung zum Teilezurichter an. Er ist aktiver Fußballer und spielt in der A-Jugend des 1. FC Neubrandenburg 04. Raed aus Syrien möchte einmal studieren. In seiner Freizeit spielt er leidenschaftlich gern Gitarre. Beide Jugendliche fühlen sich in Neubrandenburg und auf dem Campus sehr wohl.

Xhelal möchte am liebsten in Deutschland bleiben. Raed hingegen reagierte auf die Frage von Dagmar Kaselitz, wo er sich sein künftiges Leben vorstelle, nicht sicher. Das werde von der Entwicklung in seiner Heimat Syrien abhängen, antwortete er. Aber in jedem Fall möchte er die Zeit intensiv nutzen, um in seiner Entwicklung voran zu kommen.

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