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Heiko Kärger (Mitte) und Andreas Grund (links) nehmen für den Leea-Verein den Förderbescheid von Christian Pegel entgegen.

Unter dem Dach des Landeszentrums für erneuerbare Energien M-V (Leea) in Neustrelitz hat ein landesweit agierendes Kompetenzzentrum Elektromobilität seine Arbeit aufgenommen. Außerdem sind hier in den zurückliegenden Wochen Beratungsstrukturen für Fördermittelprogramme des Bundes und der Europäischen Union in den Bereichen erneuerbare Energien, Klima- und Umweltschutz entstanden, die einem breiten Interessentenkreis zur Verfügung gestellt werden.

Das Land unterstützt beide Vorhaben großzügig. Der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommerns, Christian Pegel (SPD), übergab am Donnerstag im Leea in Neustrelitz die dazugehörigen Bescheide. Die Projekte sind auf zunächst drei Jahre ausgelegt und werden zu 80 Prozent aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bezuschusst. Der Leea-Verein erhält für diesen Zeitraum rund 505 000 Euro aus Schwerin, der Trägerkreis Elektromobilität M-V rund 340 500 Euro.

Minister Pegel mit Frank Schmetzke und Caspar Baumgart (von rechts) bei der Fördermittelübergabe. Fotos: Leea GmbH

Anlässlich der Übergabe betonte Minister Pegel: „Sie sind hier in Neustrelitz auf bestem Weg, geballte Kompetenz in Sachen Klimaschutz zu bündeln – zum Nutzen für unser gesamtes Bundesland. Es ist natürlich überaus sinnvoll, eine Beratungsstelle für alle einzurichten.“ Als für Verkehr und Energie gleichermaßen zuständiger Minister liege ihm natürlich auch die Elektromobilität sehr am Herzen: „Sehr gern unterstützen wir das Kompetenzzentrum, damit wir auf diesem Gebiet weiter vorankommen.“

An dem feierlichen Akt nahmen auch Landrat Heiko Kärger, Vorsitzender des Leea-Vereins, Bürgermeister Andreas Grund als dessen Stellvertreter im Verein, Frank Schmetzke als Geschäftsführer des Leea und Vorstandsvorsitzender des Trägerkreises Elektromobilität M-V sowie Caspar Baumgart, Vorstand des Trägerkreises, teil.

Heiko Kärger führte aus, dass der Leea-Verein nun noch effizienter seinen selbst erklärten Auftrag erfüllen kann: „Genau das ist es, was wir wollen: anderen dabei helfen, das komplexe Thema erneuerbare Energien besser zu verstehen. Wir sind ihre Anlaufstelle und ihr Netzwerker. Mit den durch diese Förderung möglichen Beratungsmöglichkeiten erreichen wir die Interessenten nun schneller, einfacher aber auch persönlicher“, so der Vereinsvorsitzende.

Mehr Klimaschutzprojekten zur Umsetzung verhelfen

Die Fördermittelprogramme des Bundes und der EU zu erneuerbaren Energien, Klima und Umweltschutz sind breit gefächert.  Nach Einschätzung von Frank Schmetzke stelle es besonders für kleine und mittlere Unternehmen, Kommunen und Bürger eine große Hürde dar, „sich einen Überblick über die Möglichkeiten finanzieller Unterstützung zu verschaffen und das geeignete Programm zu finden. Dies trägt dazu bei, dass Projektideen häufig schon in der Phase einer ersten Orientierung wieder aufgegeben werden.“ Mittels einer Internetseite, einer interaktiven Förderdatenbank sowie der Erstberatung solle dieser Situation entgegengewirkt werden. Es sei das erklärte Anliegen des Leea, so der Geschäftsführer, mehr Klimaschutzprojekten in Mecklenburg-Vorpommern zur Umsetzung zu verhelfen und so einen Beitrag zu Verringerung der CO2-Emissionen zu leisten.

Caspar Baumgart verwies auf den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung, der bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen vorsieht. Der Trägerkreis Elektromobilität M-V wolle über sein Kompetenzzentrum „Akteure in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich Elektromobilität inhaltlich unterstützen, den Erfahrungsaustausch intensivieren und die Kooperation verbessern“.

Zum Abschluss  der Veranstaltung wurden im Foyer des Leea zwei Tafeln enthüllt. Sie weisen auf die neuen Angebote der vielseitigen Einrichtung hin, die im vergangenen Jahr rund 14 000 Besucher gezählt hat. Auch die Landesenergie- und Klimaschutzagentur (LEKA) hat hier eine Adresse.

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