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Mit einem Scherz auf den Lippen haben Karin Krause und Uwe-Jens Bahrke am Wochenende ihre Biergarten am Wesenberger Hafen nach der Winterpause wiedereröffnet. Sie seien sich nicht mehr ganz sicher, ob ihr Ausschank noch am Wasser liege, oder doch eher am Wald, sagten sie Strelitzius, der seinen Sonntagsspaziergang mit der Holden hierher gelenkt hatte.

Hintergrund seien Nachrichten, wonach sich plötzlich und unerwartet die Forstbehörde für den Wildwuchs zuständig fühle, der die Woblitzstadt seit Jahrzehnten immer mehr von der Woblitz abschneidet und in Teilen weggenommen werden soll, um dem anerkannten Erholungsort das zurückzugeben, was er einst war: eine Stadt am Wasser (Strelitzius berichtete). Ohnehin sind die beiden Gastronomen skeptisch, was die ehrgeizigen Pläne der Kommune angeht. „Die Diskussionen dauern schon ewig, langsam verliert man den Glauben“, so Uwe-Jens Bahrke. „Wenn das Gestrüpp jetzt hier als Wald eingestuft wird, dürfte es noch komplizierter werden mit dem Ausbau des Hafens“, befürchtet auch seine Lebensgefährtin Karin Krause, die zugleich Hafenmeisterin ist.

Unterdessen hat das sympathische Paar seine ersten Gäste der neuen Saison bewirtet und pünktlich seine berühmte Erdbeerbowle kredenzt. Und was ist vegetarische Kartoffelsuppe? „Die bekommt ihren Geschmack ausschließlich durch die Kräuter, die wir verwenden“, erläutert der Chef. Wem das zu vegetarisch sei, dem könne er als Einlage eine Wildknacker empfehlen.

Geöffnet ist im Biergarten am Hafen täglich von 12 bis 21 Uhr, wobei sich die Wirtsleute vorbehalten, bei schlechtem Wetter jetzt noch geschlossen zu haben. Spätestens ab Mitte Mai spiele Petrus dann aber gar keine Rolle mehr bei ihnen.

Während den Biergartengästen durch das Gestrüpp der direkte Wasserblick verwehrt ist, gibt es den auf der Fischereihalbinsel im Café am Woblitzsee in Hülle und Fülle. Hier wird allerdings erst am 29. April die Saison eröffnet. Mit dem Segen von Fischer Dieter Bork, der heute den Malerpinsel schwang, hat sich Strelitzius schon immer einmal einen neuen Lieblingsplatz an der Wasserkante ausgesucht. Über den Winter sind hier nämlich ein paar neue Möbel aufgestellt worden. Barhocker unter Schilfdach, ich bin begeistert. Demnächst mehr!

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