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Bei allen spannenden Ausflügen in die Küchen anderer Länder sollten wir die eigenen Klassiker nicht vernachlässigen. Deshalb hat es bei Streltzius an diesem Wochenende Rindsrouladen gegeben.

Die Fleischlappen habe ich ein bisschen geklopft, damit sie noch breiter werden, und sie üppig mit scharfem Senf eingepinselt. In einer Kochsendung wurde zwar neulich behauptet, das Klopfen zerstöre das Fleisch, aber man muss ja auch nicht alles glauben. Dann wurden die Rouladen mit Zwiebel- und Rohschinkenwürfeln sowie ein paar Scheibchen Gewürzgurke belegt. Salzen, Pfeffern, Zusammenrollen und mit Rouladennadeln verschließen. Wer keine im Haus hat, ein Zwirnsfaden tut es auch. Den dann aber vor dem Servieren wieder abwickeln, bei Tisch ist das nicht zu empfehlen.

Die Rouladen werden in heißes Fett gesetzt und von allen Seiten scharf  angebraten. Dann mit Rindsbrühe ablöschen und im geschlossenen Gefäß ca. eine Stunde bei schwacher Hitze schmoren. Bei Bedarf Brühe nachgießen.

In der Zwischenzeit habe ich einen Blumenkohl geputzt, Tüften geschält und gesalzen und das Gemüse im Dampfgarer zubereitet. Am Ende wurden die Rouladen kurz warm gestellt und die Soße mit einem Schuss Portwein veredelt sowie mit dunklem Mondamin gebunden. Außerdem habe ich ein Viertelstück Butter zerlassen und mit Semmelbröseln gebräunt. Die „braune Butter“ hat meine Mutter in meiner Kindheit schon immer über den Blumenkohl gegeben.  Ohne geht bei mir gar nicht.

Nadeln ziehen und guten Appetit. Jetzt freue ich mich schon auf meinen Rehrücken zu Ostern. Bis dahin!

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