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Ein bisschen Trost für den Torschützen Luigi Campagna nach der erneuten Niederlage kam von seinem kleinen Cousin Tomek.

Wie gewonnen, so zerronnen. Die TSG Neustrelitz geht im heimischen Parkstadion per Freistoßtor von Luigi Campagna in der 60. Minute gegen Hertha BSC II in Führung. In der 75. und der 77. Minute kassieren die Platzherren dann zwei Gegentore von der linken Seite flach ins rechte Eck, wobei der zweite Treffer eine Kopie des ersten war. Aus der Traum!

Das Elend komplett macht der Pechvogel des Tages, TSG-Kapitän René Pütt, der in der 70. Minute statt zum 2:0 nur den Pfosten trifft und kurz darauf, erneut in aussichtsreicher Position, den eigentlich leeren Kasten der Herthaner um einen halben Meter verfehlt. Bereits in der 35. Minute hatte Fatjon Celani eine Riesenchance versiebt, die einzige in der ersten Hälfte für die Gastgeber. Er traf statt ins Netz nur den Torsteher der Berliner.

Brachte mit seiner Einwechselung noch einmal frischen Wind: Taira Tomita.

In der 83. Minute brachte Trainer Achim Hollerieth mit Okoronkwo, Covic und Tomita gleich drei frische Spieler, die aber das Ruder auch nicht mehr herumreißen konnten. Im Gegenteil, es brannte in der 86. Minute noch einmal lichterloh vor dem Gehäuse der Residenzstädter. Nach einer Glanzparade von Felix Junghan holte Mehmedalija Covic den Nachschuss von der Linie. Junghan war es heute übrigens zu danken, dass seine Mannschaft nicht schon früh in Rückstand geriet. Nachdem seine Vorderleute in der Startphase einmal mehr Probleme hatten sich zu sortieren, hielt der Keeper mit einem geradezu genialen Reflex seinen Kasten zunächst sauber. Am Ende blieb es beim 1:2 (0:0).

Alexander Schmitt hat heute gegen die Herthaner viel Einsatz gezeigt.

Ich habe kurz mit TSG-Präsident Hauke Runge gesprochen. Er bescheinigte dem Team, diesmal wirklich gekämpft zu haben. „Das am Mittwoch gegen Viktoria war hingegen eine Frechheit“, so Runge noch immer sauer. Er haderte mit dem Pfostenschuss von Pütt. „So ist das, wenn man ganz unten steht. Bei anderen Mannschaften geht der Ball eben noch rein, bei uns springt er wieder raus.“ Er müsse trotz des heute gezeigten Einsatzes der Neustrelitzer Elf einschätzen, dass die Mannschaft nicht regionalligatauglich sei. Was die kommende Saison angeht, so hielt sich der Präsident noch bedeckt.

Unterdessen erfuhr Strelitzius von TSG-Sprecher Stephan Neubauer, dass Hansa Rostock um Fall eines Abstiegs aus der 3. Liga nicht für die Regionalliga gemeldet hat und damit bis in die Oberliga abrutschen würde. Somit könnte der zweite Drittliga-Abstiegskandidat aus dem Nordosten Erfurt das Zünglein an der Waage sein. Immer vorausgesetzt, die TSG Neustrelitz will in der Regionalliga verbleiben, die sie an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit bringt.

Am kommenden Donnerstag tritt die TSG Neustrelitz beim Tabellenzweiten Energie Cottbus an. Strelitzius liefert wie gewohnt Vorschau (Mittwoch) und Spielbericht (Donnerstagabend). Man liest sich!

Auch diesen Freistoß konnte René Pütt (links) nicht unterbringen. Da machte es Luigi Campagna (rechts) besser.

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