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Der Neustrelitzer Jürgen Haase hat aus dem Schweriner Kultusministerium Antwort auf seine Beschwerden gegen die Schlösserverwaltung des Landes bekommen. Wir erinnern uns: Haase hatte den derzeit laufenden, umstrittenen Umbau der Louisengedenkstätte in Hohenzieritz durch das Land (Strelitzius berichtete) als Zerstörung eines Denkmals bei der Unteren, der Oberen und der Obersten Denkmalschutzbehörde gleichzeitig offiziell angezeigt und den sofortigen Stopp der Arbeiten gefordert.

Wie es in dem von Karl Reinhard Titzck, Funktion im Ministerium nicht ersichtlich, unterzeichneten Schreiben heißt, sei man in Schwerin zwar für die vom Schlossverein Hohenzieritz geleistete Arbeit dankbar. Ein Denkmalschutz lasse sich daraus aber nicht ableiten, der gebühre nur einer „Originalsubstanz“, „Rekonstruktionen sind nicht denkmalgeschützt“, so der im Auftrag Unterzeichnende. Die Schlösserverwaltung habe bei ihren Plänen das Landesamt für Denkmalpflege ordnungsgemäß beteiligt. Dieses habe dem Vorhaben ausdrücklich zugestimmt. Eine Beschädigung eines Denkmals sei nicht erfolgt.

Haase hat sich auf Facebook bereits positioniert. „Nun, da schaue ich doch, um nur ein Beispiel zu nennen, einmal auf die Landesdenkmalliste Sachsen und finde dort die rekonstruierte Frauenkirche als Denkmal (natürlich!).
Unwillkürlich fällt mir da Bismarck mit seinen legendären Ausspruch in Bezug auf Mecklenburg ein…“ Strelitzius trägt mal nach für alle, die das Bismarck Zitat nicht kennen: „Wenn die Welt untergeht, so ziehe ich nach Mecklenburg, denn dort geschieht alles 50 Jahre später.“

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