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Die Chancenverwertung gegen die Luckenwalder ließ trotz des Sieges einmal mehr zu wünschen übrig.

Die Regionalligisten der TSG Neustrelitz haben mit dem Tabellenzehnten Wacker Nordhausen noch eine Rechnung offen. Immerhin ging das Hinspiel im Parkstadion erst in der 92. Minute mit 3:4 verloren, eines der vielen schwarzen Kapitel in dieser Saison. „Wir können also durchaus mit den Nordhäusern mithalten“, blickt TSG-Cotrainer Volker Piekarski im Gespräch mit Strelitzius vor dem Auswärtskick am Sonntag zurück. „Wir sind nicht chancenlos.“

Piekarski baut dabei auch ein bisschen auf das Erfolgserlebnis der Neustrelitzer, beim 2:0-Heimsieg zuletzt gegen die Elf aus Luckenwalde endlich einmal für ihren Einsatz belohnt worden zu sein. Gleichwohl sind die Wackeren aus der Doppelkornstadt natürlich ein anderes Kaliber. „Die Stimmung im Team ist jedenfalls toll, was sich auch in den Trainingsleistungen niederschlägt. Die Mannschaft schafft es immer wieder, sich trotz des letzten Tabellenplatzes und der zahllosen Pleiten neu zu motivieren. Das zeichnet sie aus“, so mein Blogpartner.

TSG-Kapitän René Pütt ist eine der wenigen Konstanten in dieser Saison im Neustrelitzer Team.

Wenn sich nicht fünf Minuten vor zwölf noch Hiobsbotschaften einstellen, kann Trainer Achim Hollerieth auch in Nordhausen aus dem vollen Kader schöpfen. Anders ausgedrückt, kann der Coach von der Bank aus für echte Verstärkung sorgen. Das war zuletzt gegen die Luckenwalder eindrucksvoll mit Fatjon Celani gelungen, der in der 72. Minute kam und sich gleich drei Riesenchancen erarbeitete, wenn auch keine verwertete.

Bei zwei Spielern will es Strelitzius genau wissen. Wie sind die Trainer mit dem nach langer Verletzungspause ins Team zurückgekehrten Philip Schulz zufrieden und wie ist die Leistungsexplosion von Solomon Okoronkwo zu erklären? „Philip ist extrem wichtig für unser Spiel, wie sich bereits bei seinem Wiedereinstieg gezeigt hat. Er gibt wichtige Impulse, kann ein Spiel schnell machen oder langsam und spielt vor allem die Pässe, die Solomon braucht“, schätzt Piekarski ein.

„Solo kam nach einem halben Jahr Spielpause im Winter zu uns, fing sich dann ungerechtfertigt die Rote Karte ein und musste erneut aussetzen. Er war tief in einem Loch, und wir haben ihn zuletzt gegen Cottbus nicht mehr auflaufen lassen. Ich denke, die Bedenkzeit hat ihm gut getan“. Er könne sich jetzt wieder voll nach vorn orientieren, wo ja auch seine eigentliche Aufgabe liege. Das heiße nicht, dass er nicht auch beispielsweise bei Standardsituationen mit seiner Kopfballstärke hinten aushelfe.

„Ich hoffe, dass Schulz und Okoronkwo die Form, in der wir sie zuletzt erlebt haben, auch in Nordhausen abrufen können“, schloss der Cotrainer. Letztlich seien auch Celani und René Pütt immer für ein Tor gut. Nicht zu vergessen Freistoßspezialist Luigi Campagna, füge ich mal an. Wie die Jungs und ihre Kameraden sich am Sonntag geschlagen haben, erfahrt Ihr ausführlich eine Stunde nach Abpfiff hier im Strelitzius Blog.

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