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Natürlich läuft man als Koch-Blogger Gefahr, seine Leser zu enttäuschen. Immerhin hat meine Freundin Haidrun aus Neustrelitz beispielsweise heute ein Spargelgericht von mir erwartet. Oder wenigstens Eisbein. Häh? Hingegen habe ich schnöde Kartoffelsuppe mit Würstchen auf den Küchenzettel gesetzt. Erstens hat die Holde, also nicht Haidrun, sondern meine Ehehälfte, mich gescholten, viel zu wenige Eintöpfe in den zurückliegenden kalten Wochen serviert bekommen zu haben. Zweitens kenne ich nur wenige Gerichte, die bei so wenig Aufwand so schmackhaft sind. Und an diesem Wochenende läuft mir einfach die Zeit gehörig weg.

Ein Suppengrün geschält und eine Stange Lauch als Zugabe in Stücke schneiden. 700 Gramm Tüften schälen und halbieren. Das Ganze mit eineinhalb Litern siedender Brühe angießen und zwanzig Minuten auf kleiner Flamme kochen lassen. Einen halben Teelöffel Kümmel und Salz nach Bedarf beisteuern. Inzwischen die Petersilie hacken. Wer hat, stellt Cocktail-Würstchen bereit, ansonsten Wiener mundgerecht schneiden. 75 Gramm in Margarine angebratene Schinkenwürfel vervollständigen die Einlage.

Den Pürierstab ein paar Runden im Suppentopf drehen lassen, das eine oder andere Stück Gemüse kann durchaus erhalten bleiben. Würstchen sowie Schinken hinzufügen. Noch einmal aufkochen, mit Petersilie bestreuen und auf den Tisch bringen. Das Süppchen hatte ich schon zu DDR-Zeiten drauf. Wie wir damals gelernt haben, sollten die Klassiker nicht vernachlässigt werden. Guten Appetit!

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