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Herbert Schwarz ist tot. Der über alle Maßen verdiente, hochgeschätzte und beliebte Neustrelitzer Lehrer ist in der Nacht zum Sonnabend in der Greifswalder Universitätsklinik wenige Wochen vor seinem 82. Geburtstag verstorben. Mit ihm verlieren die Residenzstadt und die Region eine Institution der deutschen Sprache und der Literatur.

Vor mehr als zwanzig Jahren hatte ein ihn lähmender Schlaganfall sein Wirken am Gymnasium Carolinum jäh beendet, wo er stellvertretender Schulleiter war. Mit unglaublichem Lebenswillen hatte sich Herbert Schwarz danach wieder ins Leben gekämpft, sich vor allem die Sprache zurückerobert. Anlässlich seines 80. Geburtstag hatte ich an dieser Stelle geschrieben, dass seine literarisch-musikalischen Programme mit Theaterleuten und Schülern Kultstatus erreicht haben. Herbert Schwarz war schon zu Lebzeiten eine Legende.

Ich hatte das Glück, Herbert mehrfach zu begegnen. Er hat mich mit seiner Intelligenz, seiner hohen Bildung, seiner Kultiviertheit, seinem Humor und seiner Freundlichkeit schwer beeindruckt und ich hätte mir gewünscht, dass uns noch ein paar Jahre mit ihm geschenkt werden. Das hatten alle seine Freunde gehofft, als sich Herbert zu einer Krebs-Operation in Greifswald entschloss. Aber mehr Lebenszeit war ihm nicht vergönnt.  „Es trifft uns tief“, sagte mir Henry Tesch, Leiter des Carolinums, erschüttert eben am Telefon. „Herbert Schwarz, das sind so viele Großartigkeiten und Kleinigkeiten, die schwer in Worte zu kleiden sind.“

Wir werden Herbert Schwarz schmerzlich vermissen und trauern in diesen schweren Tagen mit seiner Familie.

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