Die Einwechslung von Fatjon Celani sorgte für mehr Torgefahr, aber bis auf Florian Bernhardts Ausgleich sprang nichts heraus.

Die Regionalligisten der TSG Neustrelitz sind am eigenen Unvermögen gescheitert, am heutigen Sonntag im heimischen Parkstadion die volle Ernte einzufahren. Gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf hieß es am Ende der Partie 1:1 (0:1). Das Tor für die Platzherren schoss der eingewechselte Florian Bernhardt in der 79. Minute. Er war am langen Eck sträflich vernachlässigt worden und brauchte nach einer Eingabe am Neugersdorfer Keeper vorbei nur noch den Fuß hinzuhalten. Kurz darauf war Bernhardts Auftritt auch schon wieder vorbei, er musste verletzt vom Platz.

Torschütze Florian Bernhardt wird von Jan-Ove Edeling (rechts) und Philipp Wendt (links) nach Abpfiff verletzt vom Platz geführt.

Mit dem erst zweiten Schuss aufs Tor waren die Gäste in der 35. Minute per Freistoß von der Strafraumgrenze in Führung gegangen. Bocar Djuma gelang ein Sonntagsschuss links an der Mauer vorbei, die TSG-Keeper Felix Junghan wohl nicht richtig dirigiert hatte, in den Dreiangel.

Nachdem den rund 400 Zuschauern in den ersten zwanzig Minuten ein absoluter Grottenkick geboten wurde, errang die TSG danach gegen den Tabellenzehnten zumindest die Feldüberlegenheit. Allerdings sprang bis auf Bernhardts Treffer nichts dabei heraus. Bereits in der 23. Minute fehlte dem sauber bedienten Solomon Okoronkwo allein vor dem Gästekeeper ein halber Schritt. In der 73. Minute brachte Jan-Ove Edeling das Kunststück fertog, nach super Vorarbeit von Fatjon Celani, nach der Pause eingewechselt, den Ball statt ins leere Tor neben den Pfosten ins Aus zu schieben.

Die Oberlausitzer hatten nur eine einzige Großchance, die Junghan aber mit toller Parade vereitelte. Dem TSG-Schlussmann, eigentlich als angeschlagen gemeldet, war keine Schwäche anzumerken.

TSG-Präsidiumsmitglied Toralf Haarnack sorgte heute für die Überschrift zum Spielbericht von Strelitzius. „Es war eine Begegnung Not gegen Elend“, so der Geschäftsmann. „Bei einigen Spielern scheint nicht mehr die nötige Einstellung und die nötige Konzentration vorhanden zu sein. Mir fehlt einfach die Leidenschaft im Spiel unserer Mannschaft.“

In der Tat könnte der eine oder andere TSG-Kicker in Gedanken schon beim nächsten Verein sein. Präsident Hauke Runge hat mir heute gesagt, dass den Fußballern bereits bekannt sei, welche Spieler der Verein in Neustrelitz halten und welche Spieler er ziehen lassen will. Die TSG hat sieben Punkte Rückstand auf den Vorletzten Budissa Bautzen und es dürfte an ein Wunder grenzen, wenn sie in den verbleibenden drei Spielen den letzten Platz noch abgeben kann.

Bereits am kommenden Freitag tritt die TSG auswärts beim 1. FC Lok Leipzig (13.) an.

Herumgestochere statt langer, raumöffnender Pässe: Jan-Ove Edeling, René Pütt und Filip Luksik (von vorn nach hinten).

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