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Der grüne Spargel hat es hierzulande unverdientermaßen nach wie vor schwer. Dieser Tage hatte ich einen Mittagsschwatz mit zwei Kolleginnen, die meinen Lobpreisungen mehr als skeptisch lauschten. Die hatten Spargel grün noch nie auf der Speisekarte. Deshalb ein Kompromissvorschlag: Das folgende Gericht hälftig mit grünem und mit weißem Stangengemüse zubereiten und vergleichen. Zu beachten ist nur, dass der Grünling mit acht Minuten Garzeit im Topf gut bedient ist, während sein weißer Verwandter schon eine Viertelstunde braucht. Ich habe natürlich nur ein Kilo Grünen genommen, ich bin Überzeugungstäter.

Spargel putzen, die holzigen Enden abschneiden und die Stange in mundgerechte Stücke teilen. Reichlich Salzwasser mit einem Teelöffel Zucker und einem Esslöffel Butter zum Kochen bringen und das Gemüse wie angegeben garen. Danach in ein Sieb abgießen.

Eine Zwiebel würfeln und in  einem halben Esslöffel Butter glasig schwitzen. Mit 100 Millilitern Weißwein ablöschen, noch mal 100 Milliliter Gemüsebrühe und 200 Milliliter Sahne zugeben. Schön einkochen lassen und die Soße mit etwas hellem Mondamin binden sowie salzen und pfeffern.

Unterdessen habe ich zwei rote Paprika und 250 Gamm Kochschinken in Streifen geschnitten sowie den Ofen auf 220 Grad hoch getrieben. Jetzt eine gefettete Auflaufform mit dem Spargel, dem Schinken und den Paprikastreifen befüllen, gut vermischen und mit der Zwiebelsauce übergießen. Oben drüber 200 Gramm Gouda streuen und ab in die Röhre.

Nach rund 20 Minuten ist das Gratin fertig, ein Schuss Worcestersauce und der Rest vom Wein im Glas passen gut dazu. Strelitzius ist gespannt, wie der Spargelvergleich ausfällt. Ich habe zum Auftakt der Stangensaison heißhungrig gleich mal ein grünes Bund durch den Dampfgarer gejagt und es mit brauner Butter statt eines Abendbrotes verschnabuliert. Manchmal braucht es nicht mehr. Guten Appetit!

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