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Bei den Arbeiten zur Herrichtung des Kellergewölbes auf dem Schlossberg in Neustrelitz unter dem nicht mehr vorhandenen Kavaliershaus als Ersatzquartier für die unter Artenschutz stehende Fledermaus-Population im benachbarten Schlosskellergewölbe ist am gestrigen Tag tatsächlich Quecksilber gefunden worden. Das hat mir eben der Sprecher des Betriebes für Bau und Liegenschaften des Landes (BBL-MV), Christian Hoffmann, schriftlich bestätigt.

Bei der gefundenen Substanz handelt es sich tatsächlich um Quecksilber.

Die gefundene Substanz – einige Kügelchen – war in einem Labor in Penzlin untersucht und identifiziert worden. Vermutlich stamme das Quecksilber aus der veralteten Elektroinstallation, die vor dem Einbau der Fledermausnistkästen entfernt werde, so der Sprecher.

Eine Raumluftmessung im Kellergewölbe wird in Kürze Aufschluss darüber geben, ob eine Quecksilberbelastung vorhanden ist. Abhängig vom Messergebnis sowie der ebenfalls beauftragten Gefährdungsbeurteilung, wird der weitere Fahrplan für die Baustelle angepasst werden. Darüber will mich Hoffmann zu gegebener Zeit informieren.

Heute aufgekommene Spekulationen, die Festspiele im Schlossgarten  könnten von dem Fund betroffen sein, sind offenbar gegenstandslos. „Die Arbeiten am Tunnelbauwerk, über den der Einflug der Fledermäuse in das Kellergewölbe erfolgen soll, werden unabhängig vom Quecksilberfund weitergehen und rechtzeitig vor dem Beginn der Schlossfestspiele abgeschlossen sein“, versicherte Christian Hoffmann. Auch eine Gefahr für die Tiere, heute in der Residenzstadt diskutiert, ist offenbar kein Thema.

Am Dienstagvormittag hatte auf dem Schlossberg ein Termin mit Vertretern des BBL und der Baufirma stattgefunden. Parallel war das Ordnungsamt der Stadtverwaltung von dem Quecksilberfund unterrichtet worden, wie Strelitzius von Rathaussprecherin Petra Ludewig erfuhr. Der Vorfall hatte am Montag einen Großeinsatz von Feuerwehren auf dem Schlossberg ausgelöst. Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges des Landkreises hatten in Schutzanzügen das Quecksilber geborgen (Strelitzius berichtete).

Ich habe erst vorhin die dünne Nachrichtenlage beklagt, den Beitrag aber sofort nach Erhalt des um diese Zeit nicht mehr erwarteten BBL-Statements im Blog, bei Facebook und Twitter gelöscht.  Die Bitte nun an alle meine Abonnenten,  das mit der per Mail erhaltenen Benachrichtigung auch zu tun.

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