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Fatjon Celani überwindet RB-Keeper Dominic-René Heine zum zwischenzeitlichen 1:2.

Die Regionalligisten der TSG Neustrelitz haben ihren Anhängern bei der letzten Heimpartie dieser Saison nur ein Abbild der gesamten Spielzeit bieten können. Gegen RB Leipzig II hieß es bei Abpfiff 1:3 (0:2). Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für die Gastgeber besorgte Fatjon Celani in der 55. Minute, der endlich einmal eine seiner unzähligen Balletteinlagen mit einer abschließenden Pirouette einschließlich Ball ins Leipziger Tor krönen konnte.

Die TSG beginnt durchaus vielversprechend,  vergibt aber in den ersten 20 Minuten gleich drei Großchancen. So schießt Jan-Oe Edeling nach feiner eigener Vorarbeit in der 7. Minute den RB-Keeper an und Mustafa Zazai kann den Abpraller nicht im wie ein Scheunentor offenen Gehäuse der Leipziger unterbringen.

In der 24. Minute pfeift der Schiedsrichter völlig zurecht Elfmeter. Matthias Zeugner hatte einen Leipziger Angreifer im Strafraum von den Beinen geholt, obwohl der gar keine Chance hatte, noch an den Ball zu kommen. Sven Lissek zwischen den Pfosten der Neustrelitzer kann den Strafstoß parieren, gegen einen Nachschuss ist der Schlussmann dann aber machtlos, während seine Mannschaftskameraden wie paralysiert zuschauen.

Kurz vor der Halbzeit fällt in der 43. Minute das 0:2 nach Totalversagen der TSG-Abwehr, Lissek ohne Chance. Am 1:3 in der 73. Minute hat Matthias Zeugner wieder eine alleinige Aktie. Er spielt den Ball vor dem eigenen Strafraum so ungenau quer, dass die Leipziger Angreifer das Geschenk nur noch dankend anzunehmen brauchen. Fürs Protokoll: Fabio Abbruzzese hat in der 47. Minute einen Riesen, der um wenige Zentimeter neben den Pfosten abgefälscht wird.

Freibier und Erinnerung an alte Zeiten

Bis auf die mitgereisten RB-Fans waren die rund 400 Zuschauer mal wieder restlos bedient. Als kleine Entschuldigung für eine Saison zum Vergessen gab es ein Faß Freibier vom Verein. Apropos Vergessen: Da gibt es doch tatsächlich noch TSG-Fans, die vom Neustrelitzer Regionalligameister singen. Was für ein Oldie!

Erfolg sind anders aus: Solomon Okoronkwo, der sich heute nicht einmal umziehen durfte, Fabio Abbruzzese, Fatjon Celani und Luigi Campagna (von links) nach Abpfiff.

Das letzte Wort gegenüber Strelitzius hatte heute TSG-Sprecher Stephan Neubauer: „Nach einer ansehnlichen Anfangspase haben wir uns mal wieder selbst geschlagen. Die gegnerischen Angriffe haben wir im Mittelfeld vorbereitet.“

Das abschließende Spiel der Saison bestreitet die TSG am kommenden Sonnabend um 13.30 Uhr im MV-Derby auswärts gegen den FC Schönberg. Die Schönberger, momentan auf Rang 13, haben ihre Mannschaft aus finanziellen Gründen bekanntlich aus der Regionalliga abgemeldet. Hingegen hofft die TSG Neustrelitz, trotz ihrer katastrophalen Ausbeute 2016/17 in der Regionalliga verbleiben zu können. Nach dem 2:1-Sieg der Erfurter gestern in Rostock in der 3. Liga sieht es wieder hoffnungsvoller für die Residenzstädter aus.

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