Schlagwörter

, ,

Der Neubrandenburger Agenturchef Thomas Besse bei seinem einführenden Vortrag. Foto: Steffen Media

Gut 100 Firmenchefs aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind einer Einladung nach Friedland gefolgt. Gastgeber war der ortsansässige Steffen Media Verlag. Anlass war die Kampagne „Silber ist Gold“ – eine Initiative der Agenturen für Arbeit Neubrandenburg und Greifswald  für mehr Beschäftigung von Arbeitsuchenden jenseits der 55-Jahre. Unter den Gästen auch Innenminister Lorenz Caffier, Landrat Heiko Kärger, Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt und Wilfried Block, Bürgermeister von Friedland.

Der Neubrandenburger Agenturchef Thomas Besse betonte auf der Veranstaltung, dass die Zahl der Arbeitslosen in der Seenplatte zwar unaufhaltsam sinke – um über 10 000 in den vergangenen neun Jahren. Gleichzeitig gab es mit 93 522 Arbeitnehmern (im September 2016) so viele Beschäftigte wie noch nie. Leider profitierten aber nicht alle Arbeitsuchenden von dieser guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Von den 14 000 Menschen die im Mai in der Seenplatte arbeitslos gemeldet waren, sind fast die Hälfte über 50 Jahre alt. Fast jeder Dritte ist 55 Jahre und älter.

Fakt sei aber auch, so Besse, dass in den kommenden zehn Jahren in der Seenplatte demografiebedingt mehr als 15 000 Arbeitskräfte fehlen werden. „Unternehmen, die heute auf das Potential von Männern und Frauen mit jahrzehntelanger Berufserfahrung verzichten, spielen mit dem Wohlstand, dem Wachstum, der Produktivität und der Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens. Denn Arbeitnehmer und Arbeitsuchende – jenseits der 55-Jahre – sind Gold wer.t Sie beherrschen Ihr Handwerk, verfügen über umfangreiches Fachwissen, sind zuverlässig, flexibel, loyal und arbeiten erfolgsorientiert“, betonte der Agenturchef.

Die Region könne es sich nicht länger leisten, „auf diese Juwelen zu verzichten. Was wir brauchen, sind kluge Unternehmer, die älteren Arbeitnehmern eine Chance geben, ihren großen Erfahrungs- und Qualifikationsschatz einbringen zu können.“ Das sei das Ziel der Kampagne „Silber ist Gold“.

Advertisements