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Polizeihauptmeister Jörg Klähn erläutert Innenminister Lorenz Caffier einen Ausdruck der Daten eines Fahrtenschreibers. 

Die Mittel der Polizei, was den Lkw-Verkehr in Mirow angeht, sind offensichtlich ausgeschöpft. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat sich am heutigen Donnerstagnachmittag persönlich an einer Kontrollstelle der Autobahnverkehrspolizei Altentreptow auf Höhe des Gebäudes der Mirower Feuerwehr eingefunden. „Ich will mir noch einmal ein Urteil über die von den Bürgern gefühlte und die tatsächliche Belastung durch den Lkw-Verkehr bilden. Außerdem sind für mich die Erfahrungswerte der Kollegen wichtig und natürlich die Bedingungen, unter denen sie derartige Kontrollen vornehmen“, so der Politiker im Gespräch mit Strelitzius.

Caffier erfuhr vor Ort, dass sich die tatsächliche Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen durch Lkw in der Ortslage im Bereich von ein bis zwei Prozent bewegt. Die Frage müsse also erlaubt sein, in welchem Verhältnis hier Aufwand und Nutzen stehen, sagte Caffier auch an die Adresse der Bürgerinitiative für die Umgehungsstraße, die immer wieder mehr polizeilichen Einsatz fordere.

Mehr Polizeieinsatz sorgt nicht für weniger Lkw-Verkehr

Jörg Klähn winkt einen Lkw auf die Waage. Gemessen wird an jeder Achse.

Strelitzius hat sich auch mit Polizeihauptmeister Jörg Klähn unterhalten, der die Kontrollstelle leitete. „Wir können nicht bestätigen, was die Bürger empfinden“, so der erfahrene Beamte. Mirow sei absolut kein Schwerpunkt, was Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung oder gar Unfälle durch Lkw-Verkehr angehe. Die Belastung durch den Schwerlastverkehr stehe auf einem anderen Blatt, aber das sei nicht der Part der Polizei. „Wir sorgen nicht durch verstärkte Präsenz der Polizei für weniger Lkw-Verkehr in Mirow.“

Mit dem Computer wird der Fahrtenschreiber ausgelesen.

Im Gegenteil werde der Lkw-Verkehr in den kommenden Jahren stetig zunehmen, schätzte der Beamte ein. Und die kürzeste Verbindung zwischen Stettin und Hamburg laufe nun einmal über die B 198, die Maut sei zweitrangig. Da könnten sich die Mirower im Vergleich zu anderen Kommunen glücklich schätzen, eine Umgehungsstraße zu bekommen, für die die Mittel bereitgestellt seien. Die Tatsache, dass sich der Bau der Umgehung durch einen von privater Hand ausgelösten Rechtsstreit verzögert, kommentierte Klähn selbstverständlich nicht.

Bei der heutigen Kontrolle in Mirow wurden wie üblich Geschwindigkeit, Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie die Beladung überprüft. Unter anderem bei einem polnischen Lkw wurde die Polizei bei der Auswertung des Fahrtenschreibers fündig. Eine Zusammenfassung des heutigen Einsatzes steht noch aus.

Bei dem polnischen Lkw im Hintergrund wurden Überschreitungen des Tempolimits auf der Bundesstraße und auf der Autobahn festgestellt.

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