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Meine bessere Hälfte genehmigt sich zwar pro Woche zwei frische Ananas. Trotzdem bekam ich sofort grünes Licht, als ich vorschlug, der Tropenfrucht doch mal ein Stelldichein mit Schweinelende im Wok zu verschaffen. Passt nämlich prima zum Vorsommer. Erst recht, wenn die Liaison süß-sauer abgeht. Die Chinesen wissen schon, was sie da in ihren Garküchen zusammenrühren.

Zunächst die Lende (um die 500 Gramm) in dünne Scheiben schneiden. Sechs Esslöffel Sojasauce und drei Esslöffel Weinessig vermischen und mit der Hälfte der Mixtur das Fleisch eine halbe Stunde zugedeckt marinieren. Nach 15 Minuten alles noch mal durchmischen. Inzwischen eine rote und eine grüne Paprikaschote sowie eine Zwiebel in Streifen schneiden. Dann noch eine Dose Ananasstücke abgießen, eine halbe Tasse der Flüssigkeit auffangen.

Jetzt das Fleisch im Wok in drei Esslöffeln Öl scharf anbraten und herausnehmen. Dann das Gemüse im Wok andünsten. Mit der übrigen Sojasaucenmischung, dem Ananassaft und 300 Millilitern Gemüsebrühe ablöschen. Dazu habe ich fünf Esslöffel Chili-Grillsauce von Knorr gegeben. Man gönnt sich ja sonst nichts! Zarter besaiteten Gemütern empfehle ich die gleiche Menge Tomatenketchup und einen kleingehackten Peperoncino ohne Kerne. Ein bisschen Schärfe muss schon sein. Und nun der Balsam: zwei Esslöffel Honig.

Noch ein paar Minuten köcheln lassen, darauf achten, dass das Gemüse knackig bleibt. Der Sauce habe ich zwecks Sämigkeit drei Esslöffel dunklen Binder verpasst. Am Ende das Fleisch zugeben, kurz aufwärmen und mit gehackter glatter Petersilie bestreuen. Reis kann dazu gegessen werden, muss man aber nicht. Die Sauce lässt sich auch hervorragend schlürfen, gilt im Reich der Mitte ebenso wie das Rülpsen als Kompliment an den Koch bzw. den Gastgeber. Qǐng xiǎngyòng oder auch guten Appetit!

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