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Der Satz hätte auch von mir sein können. So hat mir Henry Tesch halt aus der Seele gesprochen. „Jeder Ton dieses Konzertes war des Jubiläums wert“, sagte der Schulleiter des Carolinums am Freitagabend in Leussow. Zum 20. Mal war sein Schulensemble in der bis auf den letzten Quadratmeter gefüllten Dorfkirche aufgetreten. Ein Besucherrekord anlässlich eines Auftritts der Gymnasiasten, der in seiner Qualität von besonders hoher Güte war, wie Henry Tesch dem Maestro des Ensembles Carolinum, Reinhard Gust, bescheinigte. Unter dem Jubel des Publikums stellte er das Attribut genial zum Namen des Musiklehrers.

Strelitzius ist nicht der Musikexperte, begleitet das Ensemble aber von Beginn an und glaubt einschätzen zu können, dass die jungen Sänger und Instrumentalisten einmal mehr über sich hinausgewachsen sind. Beeindruckend vor allem die Zahl der Neueinstudierungen seit dem jüngsten Weihnachtskonzert. Und die unübersehbare  Sanges- und Musizierfreude ging nicht nur mir ans Herz, wie ich in anschließenden Gesprächen feststellen konnte.

Das aktuelle Programm spannt wie gewohnt einen weiten Bogen, steht aber auch ganz im Zeichen des Luther-Jahres. So erfreute das neue Moderatorenpaar Sophie Krüger und Till-Moritz Rothe mit so manchem launigen Zitat des großen Reformators. Und es fehlte nicht ein Block mit Mittelaltermusik, wovon mir Luthers bekanntes Kirchenlied „Ein feste Burg ist unser Gott“ in der exzellenten Bearbeitung von Reinhard Gust in besonderer Erinnerung geblieben ist.

Maestro Reinhard Gust „on the bright side of life“

Reinhard Gust bei seinem Solo.

Der Chef und sein Ensemble verneigten sich aber auch musikalisch vor den im vergangenen Jahr von uns gegangenen David Bowie und Leonard Cohen, adaptierten Mozart, entführten zu den „Tributen von Panem“, erinnerten an die „Kinder des Monsieur Mathieu“ und brachten eindrucksvoll internationale Volksmusik zu Gehör. Bei „Always look on the bright side of life“ stellte sogar Reinhard Gust seine gesanglichen Qualitäten unter Beweis, ein Novum, das entsprechend gefeiert wurde. Das wunderbare Lied „Der Mond ist aufgegangen“ zum Ausklang des Konzertes ist in Leussow schon ein Klassiker und wird vom Publikum mitgesungen. Wo sonst gibt es eine solche musikalische Vielfalt zu erleben! Was für ein Geschenk ist dieses Ensemble für unsere Region!

Ein bisschen Wehmut ergreift mich immer wieder angesichts der vielen Talente, die das Ensemble mit dem Abitur in der Tasche Jahr für Jahr verlassen. Andererseits darf man sich auf neue Stimmen, neue Gesichter freuen, die Quelle hat nie aufgehört zu sprudeln. Am Montag beginnen die mündlichen Prüfungen zum Reifezeugnis am Carolinum. Die begeisterten Zuhörer in der Leussower Dorfkirche haben die angehenden Absolventen mit den besten Wünschen verabschiedet.

Der Leussower Dorfverein bedankt sich: links Anke Schwirrath, rechts Henry Tesch.

Ein Dankeschön des Leussower Dorfvereins ging an den Schulverein des Carolinums, Becker Strelitz Reisen Neustrelitz, Niemann, Schult & Partner Neustrelitz, die Stadtwerke Neustrelitz, den SV Union Wesenberg, Abteilung Kanu, und die Kirchgemeinde. Henry Tesch wurde von der Vereinsvorsitzenden Anke Schwirrath eine Bildtafel überreicht, die ihren Platz im kommenden Jahr im neuen Dorfgemeinschaftshaus finden soll.

Im Anschluss blieben die Konzertbesucher bei Bratwurst, Kuchen, dem Jubiläum angemessenen Sekt und anderen Getränken noch ein, zwei Stündchen vor dem Gotteshaus zusammen. Am morgigen Sonntag tritt das Ensemble Carolinum in der Useriner Dorfkirche auf. Konzertbeginn ist um 17 Uhr.

 

 

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