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Philine Bracht bei der Begrüßung der Gäste, links Stéphane Jacob.

Eine Welturaufführung hat es am heutigen Sonnabend in Wesenberg gegeben. Im Skulpturenpark am Weißen See wurde durch das Ensemble Concerto Brandenburg das Stück „mimih“ der Engländerin Sadie Harrison zum ersten Mal der Öffentlichkeit zu Gehör gebracht.

Concerto Brandenburg mit Sadie Harrison (Dritte von links).

Die 1965 im australischen Adelaide geborene Komponistin schuf ihr Werk im Auftrag der Peter Wilmot Thompson Stiftung, die unter anderem den im Juni 2016 eröffneten Skulpturenpark betreibt, und ließ aus gegebenem Anlass Klangmuster der australischen Ureinwohner in ihre von der Natur inspirierte Arbeit einfließen. Zur Premiere war Sadie Harrison eigens aus London angereist. Wie zu erfahren war, plant sie in absehbarer Zeit auch einen längeren Aufenthalt am Weißen See. Concerto Brandenburg spielte im Rahmen eines heutigen Konzertes unter anderen mehrere Kompositionen Harrisons.

Margalit Levin

Die geladenen Gäste waren zur Einweihung eines Zentrums australischer indigener Kunst im Skulpturenpark „Künstler Bei Wu“ in die Woblitzstadt gekommen. Zum Auftakt werden traditionelle und zeitgenössische Rindenmalerei der Aborigines aus Arnhem Land in Australiens Northern Territory sowie typische Kunstwerke der Torres Strait Islanders gezeigt. Margalit Levin, 2. Botschaftssekretärin der australischen Botschaft in Berlin, äußerte sich glücklich, dass der Skulpturenpark zum Kulturaustausch zwischen beiden Länder beiträgt.

Sicherlich ein Anziehungspunkt für Interessierte aus Nah und Fern: indigene Kunst aus Australien.

Auf Initiative der australischen Regierung gibt es 2017 das umfangreiche Kulturprogramm „Australia nowGermany“. Stéphane Jacob, Kurator der Ausstellung in Wesenberg und wesentlicher Leihgeber, führte in die Kunst der Ureinwohner des fünften Kontinents ein. Er würdigte diesbezügich das Engagement von Investor David Ng, der die Immobilie am Weißen See erworben und entwickelt hat, und von dessen Mitstreiter Peter Wilmot Thompson.

An Philine Bracht, Managerin des Skulpturenparks, war es, gleichzeitig eine weitere Ausstellung zu eröffnen. Jock Clutterbuck (Jahrgang 1945), australischer Grafiker und Bildhauer, schöpft aus seiner Verbindung zur Natur und zum Unterbewusstsein. Philine Bracht betonte die „große positive Energie“, die der Skulpturenpark mit den dort ausgestellten Werken ausstrahle. Sie könne alle Kunstinteressierten zur Besichtigung des Außenbereiches und der im Haus ausgestellten Arbeiten nur herzlichst einladen.

Der Skulpturenpark Wesenberg ist dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Jock Clutterbuck hat eine umfangreiche Ausstellung bekommen.

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