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Unter diesen katastrophalen Bedingungen mussten die Tiere leben. Foto: Tierheim Malchow

Bei dem Fall von massenhafter Tierquälerei in der Mirower Innenstadt (Strelitzius berichtete) liegt möglicherweise „Animal Hoarding“ vor. Darauf hat mich eine Tierschützerin aus Schleswig-Holstein aufmerksam gemacht, die sich unter anderem gegen den Import von Welpen engagiert.

Der englische Begriff „Animal Hoarding“ bezeichnet ein krankhaftes Sammeln von Tieren. Menschen, die Tiere in dieser Form horten oder sammeln, verursachen meist schlimmes Tierleid: Sie sorgen oft nicht für Nahrung, ausreichende Hygiene und tierärztliche Versorgung. Gleichzeitig fühlen sich die Sammler häufig nicht in der Lage, gegen die schlimmen Bedingungen vorzugehen oder auch nur dem Sammeln an sich entgegenzuwirken.

Nach mir vorliegenden Informationen handelt es sich bei den Tierhaltern, die auf einem völlig verwahrlosten Grundstück leben, um ein Ehepaar. Es soll dem Vernehmen nach bereits angekündigt haben, sich neue Tiere anschaffen zu wollen, wenn es die bisherigen nicht zurückerhalte.

Unterdessen läuft im Veterinäramt des Landkreises Seenplatte die Untersuchung des Falls, der bundesweit für Aufsehen gesorgt hat. In der zurückliegenden Woche wurden mehr als 170 Tiere, die unter katastrophalen Zuständen dahinvegetieren mussten, in den Gewahrsam der Tierheime Malchow, Neustrelitz und Sadelkow überführt. Wie mir Kreissprecherin Haidrun Pergande sagte, werde die Prüfung noch ein bis zwei Tage dauern, ehe dann ein behördliches Verfahren eingeleitet werde. Es kann aus meiner Sicht eigentlich nur in ein generelles Tierhaltungsverbot münden.

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