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Zeitgleich mit der großen Werkretrospektive von Joannis Avramidis (1922 bis 2016) im Leopold Museum Wien, präsentiert seit dem vergangenen Sonnabend die Plastikgalerie Schlosskirche Neustrelitz eine 20 Arbeiten umfassende Ausstellung des österreichischen Künstlers. Avramidis zählt zu den herausragenden europäischen Meistern der postmodernen Bildhauerei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Schon die ersten Tage nach Eröffnung zeigen das große Interesse an der neuen Schau in der Galerie.

Im Titel der Ausstellung wurde ganz bewusst der Akzent auf ‚Figuren‘ gesetzt“, so Dr. Raimund Hoffmann, einer der Kuratoren der Plastikgalerie Schlosskirche, gegenüber Strelitzius. „Avramidis hat immer den Menschen in den Mittelpunkt seiner Kunst gestellt.“ Die Natur sei für ihn Ausgangspunkt seiner Plastiken, in denen sich Abstraktion und Sinnlichkeit zu Werken von vereinnahmender  Schönheit verbinden. Avramidis habe nach der “objektiven Form”, nach der “absoluten Figur” gestrebt. Abbildcharakter in der Bildnerei habe ihm ferngelegen. Der Betrachter, macht Hoffmann Lust auf die Ausstellung in Neustrelitz, müsse sich einlassen „auf eine Figürlichkeit von hoher Abstraktionskunst“.

Die Avramidis-Ausstellung in Neustrelitz ist die erste ihrer Art in Ostdeutschland. Nach dem überwältigenden Erfolg der Käthe-Kollwitz-Ausstellung in dieser Galerie-Saison (Strelitzius berichtete) setzt sie den Schlusspunkt für dieses Jahr. Die Plastikgalerie ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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