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Blick über den Yachthafen auf die Altstadt von Budva.

Die Deutschen sind in Montenegro eindeutig noch kaum da. Aber das dürfte sich bei der Entwicklung auf dem Reisemarkt möglicherweise ganz schnell ändern. Deshalb schon mal ein Tipp für die, die nach uns kommen: Unbedingt einen Mietwagen nehmen! Alle Landesteile sind in maximal zweieinhalb Stunden zu erreichen, auch wenn es hier noch keine Autobahnen gibt.

Verträumt…

Verführerisch ist die Nähe nach Kroatien und auch Albanien, aber da warnen wir Neugierige. Wir haben für die 65 Kilometer von unserem montenegrinischen Urlaubsort Herceg Novi ins kroatische Dubrovnik hin und zurück fünf Stunden gebraucht und waren da nach Aussage Einheimischer noch gut bedient. Eine der beiden Grenzen zeichnet sich immer durch zähflüssigen Durchlass bis hin zum Stillstand aus. Häufiger werden nicht funktionierende Pass-Scanner als Wartegrund angegeben. Und kann wieder gescannt werden, heißt das nicht, dass nun Ein- und Ausreisende zugleich passieren können.

EU hier, Euro aber da

„Das ist hier Kroatien und nicht Montenegro“, gibt ein kroatischer Grenzposten barsch zurück, als sich Wanderer darüber aufregen, über die eine Grenze zu kommen, aber nicht über die andere. Die Wunden des letzten Krieges sind noch nicht geheilt, man scheint sich zumindest offiziell nicht sonderlich zu mögen. Auf der kroatischen Seite haben wir nicht einmal einen Hinweis auf den Nachbarn gefunden. Und Kroatien ist EU, dafür hat Montenegro im Gegensatz zur Kuna nebenan den Euro. Verrückte Welt!

Malerisch…

Wir empfehlen Dubrovnik auch deshalb nicht, weil die weltberühmte Altstadt so mit Touristen vollgestopft ist, dass es nur schiebend durch die mit Edelläden gesäumten Gassen geht. Wenn schon Dubrovnik, dann mit dem Auto bis ins beschaulichere Cavtat und von dort mit dem Taxiboot über die Adria. Das ist entspannender, der Verkehr in Dubrovnik ist ein Kapitel für sich und die Parkplatzsuche nicht minder.

Warum in die nahe Ferne schweifen?

Von einem Kurztrip nach Albanien haben wir nach Warnung durch Montenegriner gleich Abstand genommen, da soll ein Grenzübertritt noch zeitaufwändiger sein. Warum auch in die nahe Ferne schweifen, wenn das Gute in Montenegro liegt. Statt der Altstadt von Dubrovnik empfehlen wir die von Budva, während wir vom zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden alten Kotor an der geichnamigen montenegrinischen Bucht auch schlecht bedient waren. Hier kippen die Kreuzfahrtschiffe, die in den Fjord fahren, tausende Touristen in die Gassen und auf die Piazza, siehe Dubrovnik. Budva ist zwar eine einzige kaum kontrollierte Großbaustelle, wie alle Orte an der Küste. Während Investoren früher Parkplätze nachweisen mussten, ist das nicht mehr an der Tagesordnung, was in nicht mehr allzu langer Zeit zum Verkehrskollaps führen dürfte.

So bin ich gestern in eine Einbahnstraße hineingekommen, musste aber im schweißtreibenden Rückwärtsgang wieder hinaus, weil die Ausfahrt zugeparkt war. Dabei hatte ich mich gerade erst an einem weiteren ohne Rücksicht abgestellten Auto zentimetergenau vorbeigequetscht. Aber die wunderschöne Altstadt kann man noch genießen und hier auch sehr gut shoppen. Dubrovnik, Kotor oder Budva? Budva! Und auf Platz 2 eher noch Herceg Novi, und auf Platz 3 Ulcinj ganz im Süden Montenegros, eine vorwiegend von Albanern bewohnte Küstenstadt.

Reich an Blickfängen…

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