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Es gibt so Sachen, die passieren einem nur einmal. Nach mehr als 20 Jahren  Eigenheimbesitztums mit dranhängendem Garten bin ich auf die Idee gekommen, meinem Rasen eine Herbstdüngung zu verpassen. Der Wachstumsbeschleuniger war eigentlich wie jedes Jahr für den Einsatz im Lenz gedacht. Aber da hatte ich die Rechnung ohne den neuerdings angeheuerten Vertikutierer meines Vertrauens gemacht. „Den kannste für später nehmen, ich bevorzuge meine Mischung“, wies der Helfer im Außenrevier seinerzeit meine schnöde Supermarktdroge strikt von sich. Schönen Dank auch!

Ich, blöd wie ich bin, glaube noch, der Grünfläche im September etwas besonders Gutes zu tun. Wobei, habe ich wohl auch, nur nicht mir. Denn ich komme vor lauter geradezu explosivem Wachsen, also ich meine jetzt den Rasen, nicht nach mit dem Mähen. Eben noch sportlich kurz, und schon wieder knapp unter der Wade. Mein Herbstdünger und der Regen sind eine unschlagbare Allianz eingegangen. Zumal Letzterer auch immer nachgießt, wenn ich gerade schnippeln könnte. Und dürfte, Sonn- und Feiertage scheiden ja aus. Da darf es zwar regnen, aber nicht lärmen.

Sollte es am Wochenende wieder feucht werden, also, von oben, muss ich mal ernstlich über die Anschaffung einer Sense nachdenken. Schließlich hat mein Elektro-Mäher nur eine gewisse Arbeitshöhe, die dann überschritten wäre. Eine Sichel wäre preiswerter, aber ich habe ja Rücken. Leider verfüge ich auch über keine Erfahrungen in der Blindmahd. Die könnten mir sonst bei Dunkelheit zupasskommen, mein potenzieller Aktionszeitraum würde sich um zwei Stunden ausdehnen. Ein Kumpel von mir angelt übrigens zuweilen mit Stirnlampe. Vielleicht funktioniert das auch beim Rasenkürzen. Und ewig feixt der Nachbar!

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