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In der 72. Minute trifft Pascal Patrick Eggert (rechts) nur den Pfosten.

Eine skandalöse Elfmeter-Entscheidung des Berliner Schiedsrichters Max Burda in der 94. Spielminute beim Stand von 0:0 – die Bezeichnung Unparteiischer verbietet sich hier – hat die TSG Neustrelitz in der Regionalligabegegnung gegen Union Fürstenwalde um zumindest einen Punkt gebracht. Der Mann in Schwarz wollte gesehen haben, dass TSG-Keeper Norman Quindt in seinem Fünfmeterraum den gegnerischen Angreifer „brutal von den Beinen geholt“ habe, wie Burda nach Abpfiff gegenüber TSG-Offiziellen zum Besten gab. Dabei war Quindts Aktion klar in Richtung Ball gegangen. Fünf Minuten zuvor, als TSG-Spieler Lincoln Assinouko im Strafraum der Gäste für jedermann ersichtlich gefoult wurde, blieb der Pfiff zum Strafstoß hingegen aus.

Beim Foul an Lincoln Assinouko, der nach der Pause für den gelbbelasteten George Kelbel gekommen war, sah der Schiedsichter weg.

Die TSG Neustrelitz hatte den Tabellenvierten, taktisch klug eingestellt, jederzeit im Griff und ließ nicht eine einzige Torchance der gefürchteten Konterfußballer aus Fürstenwalde zu. Die Residenzstadtkicker störten früh, gingen couragiert in die Zweikämpfe und vereitelten so die Spielentfaltung des Kontrahenten. Leider versäumten sie es, selbst zu Treffern zu kommen. In der 41. Minute war Pascal Patrick Eggert durch einen Pass in die Tiefe mustergültig freigespielt worden und semmelte den Ball allein vor dem Union-Keeper über den Kasten. In der 75. Minute war es wieder Eggert, der nur den Pfosten traf.

„Das Ergebnis entspricht auf keinem Fall dem Spielverlauf“, so ein sichtlich geknickter Eggert, der auch in Babelsberg den Siegtreffer auf dem Schuh gehabt hatte, nach Abpfiff gegenüber Strelitzius. Das sahen die rund 400 Zuschauer sicherlich auch so. Zvonimir Teklic hatte seine Emotionen schlechter im Griff und handelte sich nach Abpfiff von Burda noch eine Rote Karte ein, bevor der Referee und seine beiden Assistenten unter gellenden Pfiffen der Fans in den Tunnel eskortiert wurden.

TSG-Präsident Hauke Runge hatte „die Schnauze voll“. „Das macht keinen Spaß mehr.“ Er würdigte im Gespräch mit mir die Leistung der Neustrelitzer Elf und bekannte sich erneut zu Trainer Achim Hollerieth.

Union-Trainer lobt die Neustrelitzer Elf

Lobende Worte für die Gastgeber gab es auch von Union-Coach Matthias Maucksch. „Es war deutlich zu spüren, dass die TSG die Punkte heute im Parkstadion halten wollte. Hingegen haben wir ein schwaches Spiel gezeigt“, so der Trainer in der Pressekonferenz. Er wünsche der TSG in der Saison noch viele Zähler.

TSG-Coach Achim Hollerieth bezeichnete die Elfmeterentscheidung als „absolut lächerlich und rätselhaft“. Er sei selbst Torsteher gewesen und könne beurteilen, dass sich Norman Quindt bei dem Zusammenprall nichts zuschulden kommen lassen habe. „Wir haben heute viel investiert, der Ausgang der Partie ist bitter, aber wir bleiben dran und werden niemals aufgeben.“

Am kommenden Freitag tritt die TSG Neustrelitz beim Kellernachbarn FSV Luckenwalde an. Nach ihrem heutigen Auftritt sollten unsere Jungs mit dem nötigen Selbstvertrauen auflaufen. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

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