Schlagwörter

, , , ,

In Feldberg machen sich Bürger Gedanken, wie die Gemeinde weiter mit dem Friedhof umgehen will. Hier schreite der Verlust von wertvollem Kulturgut voran, heißt es auf der Facebook-Seite „Feldberg Tag und Nacht“. Neben der kriminellen Störung der Totenruhe durch Metalldiebe, die nachts Grabeinfassungen „entsorgen“, biete auch der „Dienst nach Vorschrift“ der Verwaltung Anlass zur Sorge.

So verschwänden Erinnerungsorte an Persönlichkeiten von Bedeutung für die Gemeinde. Nach der letzten Ruhestätte von Bürgermeister Rudolf Stöcker sei jetzt auch das Grab des Arztes Dr. Martin Hotop und seiner Frau, der Musiklehrerin  Margarethe Hotop (Bild oben) eingeebnet worden, wie es die letzten Verwandten wollten. Das Ehepaar Hotop war eng mit der Familie Ditzen und damit dem Leben von Hans Fallada verbunden.

In anderen Gemeinden, wie zum Beispiel Templin, habe die Gemeinde ein Auge auf solche Orte und offenbare auch Sinn für Erinnerungskultur, heißt es bei „Feldberg Tag und Nacht“. Hier würden Gräber von Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses ohne bürokratischen Aufwand erhalten und gepflegt. „Ein öffentliches Interesse scheint es für diese Fragen in Feldberg nicht zu geben.“ Friedhöfe seien öffentliche Parkanlagen und eine Bereicherung für das öffentliche Erscheinungsbild der Gemeinde. Wenn der Abriss innerhalb der Friedhofsmauer so weiter gehe, werde es bald ein trostloser Ort sein.

Advertisements