Schlagwörter

, , , ,

Im Februar 2017 wurde das Carolinum als erste Einrichtung der Stadt an das Strelix-Glasfasernetz angeschlossen und damit die technische Voraussetzung für die Einführung der Schul-Cloud geschaffen.

Das kommt auch nicht alle Tage vor. Das Gymnasium Carolinum ist jetzt Gegenstand einer Presseerklärung der Bundesregierung geworden. In Berlin hielt man es für wert, die Erfolge der Neustrelitzer Bildungseinrichtung beim Lernen in der sogenannten Schul-Cloud (Strelitzius berichtete) herauszustellen.

Ein Smartphone, Tablet oder ein Personal Computer und ein Internetanschluss – mehr braucht es nicht. Mit ihrer persönlichen Berechtigung, dem Login, können Schüler und Lehrer im virtuellen Raum auf alle Lehr- und Lernmedien zugreifen. Sie können die digitalen Lern- und Lehrangebote zudem direkt bewerten. Außerdem können sie jederzeit – auch zu Hause – auf Unterrichtsstoff zugreifen. Die Schulen sparen sich die Server und die Administration. Und den Lehrkräften bleibt mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit.

Schulleiter Henry Tesch möchte mit dem Testunterricht am Carolinum „die Schul-Cloud zum Leben erwecken“, wird der Pädagoge in der Pressemitteilung zitiert. Die Schul-Cloud „unterstützt Schüler und Lehrer beim Lernen. Sie können sich überall miteinander und mit anderen Schulen vernetzen.“ Für die erforderliche stabile Internetanbindung haben der Schulträger und die Stadtwerke Neustrelitz gesorgt, wird in der Information der Bundesregierung betont.

Die Schule bekam bereits im Februar vergangenen Jahres einen 250-Megabit-„Strelix“-Glasfaseranschluss der Stadtwerke. Bis Mitte 2019 soll Neustrelitz als erste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns flächendeckend über ein Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetz verfügen und damit zum digitalen Leuchtturm in MV werden. Ende 2018 sollen die Erschließungsarbeiten beendet sein.

Gleiche Lernchancen für alle

Die Schul-Cloud sei eine große Entlastung, schätzt Tesch in dem von der Bundesregierung verbreiteten Beitrag ein. Computerkabinette würden künftig nicht mehr gebraucht. „Ins Carolinum bringen die Schüler ihre eigenen Tablets oder Notebooks mit. Wenn das nicht möglich ist, finden Schule und Schulverein eine Lösung. Denn alle Schüler sollen die gleichen Lernchancen haben.“

Die Testphase an 27 Gymnasien startete im Juni 2017. Pro Schule beteiligen sich ein bis zwei Klassen an dem Pilotprojekt, das vom Schulnetzwerk MINT-EC und dem Hasso-Plattner-Institut initiiert wurde. Das Bundesbildungsministerium fördert das Projekt. Die Pilotschulen gehören zum Verein MINT-EC, dem Nationalen Excellence-Schulnetzwerk, haben also ein ausgeprägtes Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Nach der ersten Testphase Ende April 2018 soll die Schul-Cloud stufenweise in allen rund 300 MINT-EC-Schulen eingeführt werden. Konzept und pädagogische Inhalte werden in den nächsten Jahren zusammen mit den Schulen fortlaufend weiterentwickelt.

Advertisements